Impressum, Datenschutzerklärung, extern geladene Google Fonts und Tracking ohne Einwilligung: Wir sehen technisch nach, was auf Ihrer Startseite passiert.
Der Test ruft Ihre Startseite auf und wertet sie aus. Diese Punkte fließen in das Ergebnis ein:
Für geschäftsmäßige Websites ist ein leicht erkennbares und unmittelbar erreichbares Impressum vorgeschrieben. Wir sehen nach, ob von der Startseite aus eines verlinkt ist.
Nach der DSGVO müssen Sie über die Verarbeitung personenbezogener Daten informieren. Auch diese Seite muss von überall erreichbar sein — üblicherweise über die Fußzeile.
Werden Schriftarten direkt von Google geladen, wird dabei die IP-Adresse Ihrer Besucher an Google übertragen. Genau das war der Auslöser einer großen Abmahnwelle.
Wir prüfen, ob erkennbare Analyse- oder Marketing-Dienste bereits beim ersten Seitenaufruf starten — also bevor der Besucher überhaupt zugestimmt hat.
Die meisten kostenlosen Website-Tests kommen aus dem englischsprachigen Raum und prüfen Titel, Überschriften und Ladezeit. Was sie nicht prüfen, sind die Themen, die in Deutschland tatsächlich Post vom Anwalt nach sich ziehen. Für einen Handwerksbetrieb oder eine Praxis ist ein fehlendes Impressum unmittelbar teurer als ein zu kurzer Seitentitel.
Das Impressum ist der älteste dieser Punkte und trotzdem der häufigste Fund. Es reicht nicht, dass die Seite existiert — sie muss von jeder Seite aus leicht erkennbar und ohne Umwege erreichbar sein. Ein Link, der nur auf der Startseite steht, oder einer, der hinter einem Ausklappmenü versteckt ist, erfüllt das nicht zuverlässig.
Der bekannteste Punkt ist inzwischen Google Fonts. Bindet eine Website Schriftarten direkt von Googles Servern ein, wird beim Aufruf die IP-Adresse des Besuchers dorthin übertragen — ohne dass jemand gefragt wurde. Nach einem viel zitierten Urteil des Landgerichts München I aus dem Jahr 2022 folgte eine Welle massenhafter Abmahnschreiben. Technisch ist die Sache in einer halben Stunde erledigt: Die Schriften werden einmal heruntergeladen und vom eigenen Server ausgeliefert.
Am schwersten selbst zu erkennen ist der vierte Punkt. Ein Cookie-Banner sieht auf vielen Websites vorbildlich aus — und darunter läuft die Statistik trotzdem schon, bevor jemand auf „Zustimmen“ geklickt hat. Der Banner beruhigt dann nur den Betreiber. Wir rufen die Seite deshalb wie ein neuer Besucher auf und sehen nach, was in diesem ersten Moment tatsächlich startet.
Dieser Test ersetzt keine rechtliche Prüfung und will das auch nicht. Er beantwortet eine engere, aber nützliche Frage: Was passiert technisch auf meiner Seite? Ob ein Impressum verlinkt ist und ob beim Aufruf Daten an Dritte fließen, lässt sich messen. Wie das im Einzelfall zu bewerten ist, gehört zu einem Anwalt — dann aber mit einer konkreten Liste statt mit einem ungutem Gefühl.
Nein. Der Test ist ein technischer Hinweisgeber und ersetzt keine Rechtsberatung. Er zeigt, was auf Ihrer Seite technisch passiert; die rechtliche Bewertung im Einzelfall gehört zu einem Anwalt.
Nein. Es heißt nur, dass wir bei diesen vier Punkten auf Ihrer Startseite nichts gefunden haben. Rechtliche Anforderungen gehen weit darüber hinaus — etwa Inhalt und Vollständigkeit der Texte selbst, die kein automatischer Test beurteilen kann.
Die Schriftarten einmal herunterladen und vom eigenen Server ausliefern, statt sie bei jedem Aufruf von Google zu holen. Bei WordPress erledigen das verbreitete Erweiterungen; bei einer selbst gebauten Seite ist es eine Änderung an zwei Stellen.
In aller Regel ja. Die Pflicht hängt an der geschäftsmäßigen Nutzung, nicht an der Größe oder am Umsatz. Auch eine reine Visitenkarten-Website eines Betriebs fällt darunter.
Der kostenlose Test prüft die Startseite. Mit einem kostenlosen Konto läuft die Prüfung über die gesamte Website — dort zeigt sich zum Beispiel, ob der Impressums-Link wirklich überall vorhanden ist.
Für die komplette Website — alle Unterseiten, Verlauf über die Zeit und der Report als PDF — gibt es Spiderlens. Anmeldung kostenlos, ohne Zahlungsdaten.
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